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Das eisverstärkte Expeditionsschiff «M/v Ortelius» wurde 1989 in der Gdynia Werft in Polen erbaut und erhielt den Namen «Marina Svetaeva». Über Jahre diente sie als Arbeitsschiff für die Russische Akademie der Wissenschaften und verbrachte viele Jahre in den zugefrorenen Gewässern der Arktis und im nördlichen Pazifik. Das Schiff hat die russische Eis-Klasse (L1 entspricht 1A) und ist daher sehr gut geeignet, um in festem Ein-Jahres-Meereis und losem mehrjährigen Packeises zu navigieren. Die «M/v Ortelius» ist ein robustes, wendiges Schiff und die mitgeführten Zodiacs ermöglichen jederzeit Anlandungen, auch in kleinen Buchten. Im Jahre 2005 wurde es renoviert und die Kabinen wurden komfortabler eingerichtet. Das Schiff zeichnet sich grosse geräumige Kabinen und Aufenthaltsräume einschliesslich der offenen Brücke aus.


Technische Daten
Baujahr: 1989
Tonnage: 4’575 BRT
Länge: 91,25 m
Breite: 17,61 m
Tiefgang: 5,80 m
Antrieb: 4352 PS Dieselmotoren
Geschwindigkeit: 12-14 Knoten
Strom: 220 Volt
Eisklasse: L1 / 1A
Bordsprache: englisch/deutsch
Passagiere: 100
Besatzung: 41


Ausstattung
Für Unterhaltung auf der «M/v Ortelius» sorgen eine Lounge, eine Bar, ein Restaurant mit Vortragsraum. Die Bibliothek, die Sauna mit kleinem Swimmingpool und der Fitnessraum laden zum Verweilen ein. Souvenirs erhalten Sie im kleinen Kiosk auf dem Hauptdeck. Klinikzimmer für Notfälle und Arzt an Bord.


Kabinen
Alle 41 Kabinen sind einfach ausgestattet und haben entweder ein Bullauge oder ein Fenster. In allen Doppel- und Vierbettkabinen stehen zwei untere Betten oder Kajütenbett und ein Schreibtisch. Für Kabinen ohne eigene WC/Dusche (Waschbecken in der Kabine) befinden sich diese in der Nähe auf demselben Deck. Die Mini-Suiten und die Suiten verfügen zusätzlich über ein Sofa und Wohnbereich.



Leistungen
Im Preis inbegriffen:
• Expedition in gebuchter Kategorie
• Alle Mahlzeiten an Bord, inkl. Tee/Kaffee während 24 Std.
• Alle Zodiac-Landausflüge
• Populärwissenschaftliche Vorträge an Bord und an Land
• Ausführliche Reisedokumentation
• Hafentaxen


Speisesaal - Restaurant


Bar


Reception


Superiorkabine


4-Bett und Doppelkabinen



Abraham Ortelius
Die «M/v Ortelius» wurde nach dem Geographen und Kartografen Abraham Ortelius getauft. Er lebte von 1527 bis 1598 und entstammte einer von Augsburg in die südlichen Niederlande eingewanderten Familie. Ortelius gilt heute auch als der erste, der aufgrund der zueinanderpassenden Umrisse vermutete, dass die Kontinente früher einmal zusammengehangen hätten und später durch «Erdbeben und Fluten» zerbrochen seien, so dass dadurch einst Amerika, Afrika und Europa entstanden sind. Die These füllt nur eine kurze Passage seines Werks «Thesaurus Geographicus» und wird von Fachleuten als erster schriftlicher Beleg für die Grundlagen der Theorien zur Kontinentaldrift und der daraus entstandenen Plattentektonik gewertet.