Kaiserpinguin (Apenodytes fosteri) |
||
|
||
![]() |
||
Lebensraum |
||
![]() |
||
Brutverhalten |
||
![]() |
||
Während sich die Weibchen mit der Futtersuche beschäftigen brüten die Männchen das Ei in ihrer Bauchfalte, um vor der Kälte zu schützen, aus. Die Kolonie der brütenden Männchen kann von einigen Dutzend bis zu einigen tausend Tiere zählen. Die Kaiserpinguinmännchen verlieren in der zweimonatigen Brut-, bzw. Hungerphase bis zur Hälfte ihres Körpergewichtes. Um sich warm zu halten drängen sich die Tiere in der Brutkolonie eng aneinander und wechseln regelmässig ihre Position, so dass jedes Tier mal am Rand und mal im wärmeren Inneren der Kolonie steht. Es herrscht Polarnacht, die höchstens von etwas Polarlicht aufgehellt wird. Die Temperatur beträgt minus 60-70 Grad Celsius, teilweise fegen fürchterliche Schneestürme über das Eis. Nach mehr als zwei Monaten, genauer nach 64 Tagen, schlüpft das Junge und wird vom Vater fürs erste mit einem ausgewürgten Kropfsekret ernährt. Nun kehrt endlich auch die Mutter zurück, die den langen Landweg zum dritten mal zurückgelegt hat. Die wohlgenährte Mutter, sie hat ca. 3 kg vorverdauten Fisch im Magen, kann das Junge zwei bis drei Wochen lang füttern. Der Vater wandert inzwischen seinerseits mit all den übrigen abgemagerten Männchen zum Meer, um zur Jagd unter dem Packeis zu tauchen. |
||
![]() |
||
Jetzt beginnt die Zeit der gemeinsamen Fütterung. Während das eine Elterntier jagt, ist das andere mit dem füttern des Jungen beschäftigt oder auf dem Weg dorthin. So wandert jedes Elterntier ca. 8-mal zum Meer und zurück, sodass das Küken ungefähr 16-mal gefüttert wird. Die Fütterung erfolgt in mehreren Etappen, verteilt auf 2-3 Tage. Im Alter von 5-7 Wochen beginnen sich die Küken im so genannten Kindergarten zu sammeln. Alle Küken stehen dicht beisammen, um sich vor Kälte und Sturm zu schützen. Durch den langen Weg der Eltern zum Meer und zurück können zwischen den einzelnen Fütterungen schon mal 3-4 Tage vergehen. Jetzt zeigt sich der Vorteil ihrer Brutstrategie. Es wird Sommer (November-Januar), das Eis ist aufgebrochen und jetzt wo die Küken viel Nahrung brauchen ist der Weg zum Meer nicht mehr so weit. |
||
![]() |
||
Nach etwa sechs Monaten, im Januar, verlassen die jugendlichen Kaiser nach der Mauser die Kolonie, um nach 3-6 Jahren an ihren Geburtsort zurückzukehren um das erste Mal selbst zu brüten. |
||
![]() |
||
Energiespar-Weltmeister |
||
![]() |
||
|
||
© PolarNEWS 2009 - Alle Rechte vorbehalten |
||