David Gaudenz Senn, 1940 in Lausanne geboren, in Zürich und bei St. Gallen herangewachsen, studierte an der Universität Basel Zoologie und Philosophie und Paläontologie. Mit einer Dissertation über das optische System im Gehirn von Reptilien promovierte 1965 bei den Professoren Adolf Portmann und Werner Stingelin.
Das Jahr 1968 verbrachte David Senn am Anatomischen Institut der Universität von Florida in Gainesville als Postdoctoral Fellow und Visiting Assistant Professor. Im Rahmen eines Forschungsprogrammes der NASA forschte er über Gleichgewichtszentren im Gehirn von Reptilien und Säugetieren.
Als Professor für Zoologie an der Universität Basel hält David Senn für Studierende der Biologie thematisch breitgefächert Vorlesungen zur Wirbeltier- und Meeresbiologie. Er leitet das Labor für Wirbeltierbiologie und betreut Diplomanden und Doktoranden.
Als Taucher untersucht er marine Lebensräume und ihre Fische im Mittelmeer, am Roten Meer (Sudan, Aegypten, Israel und Jordanien) und in anderen Gebieten des Indopazifik (Kenya, Malediven, Andamanen, Grosses Barriere Riff und Galapagos-Inseln). Unterwasser-Feldstudien und -Kurse mit Studenten führten ihn häufig ans Mittelmeer.
Seit 1974 forscht David Senn über ozeanische Wirbeltiere, insbesondere in subpolaren und polaren Meeren. Zur Beobachtung der Flugverhaltens von Albatrossen weilte er einige Male auf den Falkland-Inseln, South Georgia und Campbell Island. Später folgten Studien über das Schwimmverhalten, die Hydrodynamik und die allgemeine Biologie von Barten- und Zahnwalen, sowie Pinguinen. So weilt David Senn immer wieder am St.Lorenz (Kanada), auf subantarktischen Inseln und auf der Antarktis. Die Gebiete interessieren ihn auch, um Studien am Meeresplankton zu machen.


